…2014-2025 ● 1997-2013● 1992-1997 | sculptures | works on paper | exhibitions
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WALLS HAVE EARS
in Forgotten Present
1996 former embassy building Vilnius
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I made 5 masks following instructions from a Russian leaflet (printed the year I was born), found in an abandoned embassy in Vilnius. It gave instructions for making protective clothing in the event of nuclear fallout. I constructed an imaginary life for a woman who might have lived in this building and who may have carried out similar activities to me, an English woman: shopping, cooking, afternoon tea, going out and sleeping. I photographed myself in these rooms carrying out these activities. The masks were hung in the entrance and the 5 series of photographs were applied directly to the walls of the rooms.
Reactions to the work were sharply divided; those who had left Lithuania during WWII, or their descendants who wished to return, found the images disturbing, suffocating, whilst those who had always lived in Vilnius found them humorous – a humour rooted in anxiety?
All five masks ‘disappeared’ during the exhibition.
Ich habe fünf Masken nach den Anweisungen einer russischen Broschüre hergestellt, die ich in einer verlassenen Botschaft in Vilnius gefunden habe. Die Broschüre stammt aus dem Jahr meiner Geburt. Darin waren Anweisungen zur Herstellung von Schutzkleidung für den Fall eines nuklearen Fallouts enthalten. Ich habe mir ein imaginäres Leben für eine Frau ausgedacht, die vielleicht in diesem Gebäude gelebt hat und ähnliche Aktivitäten wie ich – eine Engländerin – ausgeübt hat. Einkaufen, Kochen, Nachmittagstee, Ausgehen und Schlafen. Ich habe mich selbst in diesen Räumen fotografiert, während ich diese Aktivitäten ausübte. Die Masken habe ich im Eingangsbereich aufgehängt, die fünf Fotoserien habe ich direkt an den Wänden der Räume angebracht.
Die Reaktionen auf das Werk waren sehr unterschiedlich: Diejenigen, die Litauen während des Zweiten Weltkriegs verlassen hatten oder deren Nachkommen zurückkehren wollten, empfanden die Bilder als beunruhigend und beklemmend. Diejenigen hingegen, die immer in Vilnius gelebt hatten, fanden sie humorvoll – ein Humor, der in Angst begründet war?
Alle fünf Masken „verschwanden” während der Ausstellung.